Weberei


Die Weberei hat den Charakter einer gemütlichen Webstube. Das zentrale Geschehen in dieser Werkstatt ist die Verarbeitung von Schafswolle.

Wir erhalten die Wolle nach der Schafschur von einem Schafhirten. Die Wolle wird zuerst gewaschen, getrocknet, teilweise nach Bedarf mit Planzenfarbe eingefärbt, auseinandergezupft, kardiert und anschließend versponnen.

Aus dem Wollfaden weben und nähen wir dann die verschiedenen Produkte.

Verkauft wird meistens direkt von der Werkstatt.

Alle in der Weberei tätigen Menschen sind sich, bedingt durch die Räumlichkeiten, körperlich sehr nahe. Der gemütliche Raum und die Arbeit mit der Wolle geben viel Hülle und Wärme. Meistens haben wir eine harmonische Stimmung.

Grundlage für die Wahl der jeweiligen Werkstatttätigkeiten der Betreuten ist deren individuelle Lebenssituation und gesundheitliche Verfassung, woran sich die Förderungsmöglichkeit orientiert.

So wird beispielsweise in der Weberei erleb- und begreifbar, was alles notwendig ist, um einen Teppich aus Schafwolle zu produzieren.

 


               Mit dieser Kardiermaschine wird das Vlies für das Spinnen vorbereitet.

Es beginnt mit der Anlieferung der Schurwolle von einem hiesigen Schäfer – gelegentlich wird auch das Scheren der Wolle gezeigt. Danach wird die Wolle gewaschen, getrocknet und gezupft. Es folgt mit den Handkarden die Vorkardierung der Wollfaserflocken sowie anschließend der Einsatz der Kardierwalze, um dadurch ein Vlies zu erhalten, aus dem dann dünne oder dicke Fäden gesponnen werden können.

Vollendet wird der durch viele Hände gehende Produktionsprozess in der Weberei mit der Verarbeitung der Wolle zu Teppichen, Taschen oder auch zu Kleidungsstücken. Eine besondere Freude ist, wenn Besucher interessiert zuhören und zusehen wie der Bewohner, die Bewohnerin die Arbeit am Webstuhl oder dem Spinnrad vorführt und erklärt.

Möchten Sie einen Blick in die alte Weberei werfen? Dann schauen Sie sich doch unser Video an.

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